Version 5.5.8

Starten des Publishers auf der Kommandozeile

Der speedata Publisher wird über die Kommandozeile (auch: Terminal, Befehlsfenster) gestartet. Einerseits gibt es Befehle, anderseits lassen sich die Befehle über Parameter steuern.

$ sp <Befehl>  <Parameter> <Parameter> ...
Unter Windows/PowerShell muss man sp.exe angeben, da sp ein interner Befehl der PowerShell ist.

Der Standardbefehl ist run. So ist der Aufruf von

$ sp

dasselbe wie

$ sp run

Neben dem Befehl run gibt es noch weitere Befehle (s.u.).

Mit

$ sp --help

kann man sich eine Liste der erlaubten Befehle und Parameter ausgeben lassen.

Erklärung der Befehle

clean
Löscht alle generierten Zwischendateien und behält die PDF-Datei.
clearcache
Löscht den Bildcache.
checkupdate
Prüft, ob eine neue Version des Publishers verfügbar ist. Rückgabecode ist 0, wenn die Version aktuell ist. 1, wenn eine neue Version verfügbar ist.
compare
Vergleicht PDF-Dateien für die Qualitätssicherung. Siehe qualitaetssicherung .
doc
Öffnet das Referenzhandbuch im Browser (lokale HTML-Dateien).
list-fonts
Listet alle Schriftdateien auf, die in den Publisher-Verzeichnissen gefunden werden. Zusammen mit --xml erlaubt dieses Kommando die Ausgabe per Copy&Paste in das Layoutregelwerk zu übernehmen. Siehe einbindungschriftarten .
new [VERZEICHNIS]
Erstellt ein einfaches Gerüst (layout.xml und data.xml) für einen Publishing-Lauf im aktuellen Verzeichnis, sofern kein anderes angegeben ist.
run
Startet den Publisher Lauf. Das ist die Voreinstellung, so dass das Kommando sp reicht, um den Publikationsprozess zu starten.
server
Startet im Servermodus. Siehe den Abschnitt Servermodus .
watch
Startet den internen Hotfolder. Siehe Publisher über Hotfolder starten .

Erklärung der Kommandozeilenparameter

--address=IPADDRESS
Adresse des Servers für den Servermodus. Voreingestellt ist 127.0.0.1
--autoopen
Öffnet die PDF-Datei nach dem Publisher-Durchlauf. Kann auch in der Konfigurationsdatei eingestellt werden.
--cache=METHOD
Caching-Strategie für http(s) Bilddateien. Entweder fast, dann wird nur geschaut, ob die Bilddatei im Dateisystem vorhanden ist oder optimal (Voreinstellung), dann wird bei jedem Zugriff auf das Bild geprüft, ob das Bild aktualisiert werden muss. Bei none werden die Bilder immer herunter geladen. Siehe auch Konfigurationsdatei .
-c, --config=NAME
Liest die angegebene Konfigurationsdatei ein. Voreinstellung ist publisher.cfg.
--credits
Zeigt credits an und beendet das Programm.
--[no]-cutmarks
Zeigt die Schnittmarken an. Einstellbar im Layout (Befehl Options) .
--data=NAME
Gibt den Namen der XML-Daten an. Voreinstellung ist data.xml. Wird als Dateiname ein Strich (-) angegeben, liest der Publisher die XML-Daten aus der Standard-Eingabe (STDIN). Es kann auch eine externe Ressource angegeben werden (http://).
--dummy
Führt nur das Layoutregelwerk aus. Als Dateninhalt wird <data /> angenommen. Dient zum schnellen Testen von Layoutregelwerken.
-x, --extra-dir=DIR
Bindet zusätzliche Verzeichnisse in den Publisherlauf ein. In diesen Verzeichnissen werden alle Daten gesucht: Bilddaten, Layoutregelwerke, Datendateien und Schriftdateien. Dieses Argument kann mehrfach angegeben werden und per Konfigurationsdatei mit Werten vorbelegt werden. Mehrere Verzeichnisse können auch in einem Parameter und mit den systemweiten Trenner (Semikolon für Windows und Doppelpunkt für alle anderen Betriebssysteme) getrennt angegeben werden.
--extra-xml=NAME
Diese Datei den Layoutanweisungen hinzufügen. Ähnlich wie das Einbinden einer Datei über xinclude. Mehrere Dateien werden mit Komma separiert. Wird im neuen XPath-Parser nicht mehr unterstützt, stattdessen ist xinclude zu benutzen.
--filter=FILTER
Führt die angegebene Lua-Datei aus. Siehe Kapitel Lua-Filter / Vorverarbeitung .
--grid
Zeichnet das Raster. Mit --no-grid wird es ausgeschaltet. Konfigurierbar auch im Layout über den Befehl <Trace>.
--ignore-case
Ignoriere die Groß- und Kleinschreibung für Dateizugriff in der rekursiven Dateiliste.
--imagecache=PATH
Setzt das Verzeichnis für den Bildzwischenspeicher (image cache). Das Verzeichnis wird bei Bedarf erstellt.
--inkscape=PATH
Setzt den Pfad zum Inkscape-Programm.
--layout=NAME
Gibt den Namen des Layoutregelwerks an. Voreinstellung ist layout.xml. Es kann auch eine externe Ressource angegeben werden (http://).
--[no]-local
Das aktuelle Verzeichnis wird (nicht) rekursiv dem Suchpfad hinzugefügt. Voreingestellt ist, dass das aktuelle Verzeichnis und seine Unterverzeichnisse beachtet werden.
--logfile=NAME
Logdatei im Server-Modus. Voreinstellung ist ‘publisher.protocol’. Benutze STDOUT für Standardausgabe und STDERR für Standardfehlerausgabe.
--loglevel=LVL
Setze den Log-Level, ab dem die Logmeldungen angezeigt werden. Erlaubt ist debug, info, message, warn und error. Die Ausgaben in dem Level und darüber werden in der Protokolldatei ausgegeben.
--jobname=NAME
Bestimmt den Ausgabenamen. Voreinstellung ist publisher.
--mainlanguage=NAME
Bestimmt die Hauptsprache des Dokuments für die Silbentrennung. Mögliche Werte sind: af, as, bg, ca, cs, cy, da, de, el, en, en_GB, en_US, eo, es, et, eu, fi, fr,ga, gl, gu, hi, hr, hu, hy, ia, id, is, it,ku, kn, la, lo, lt, ml, lv, ml, mn, mr, nb, nl, nn, or, pa, pl, pt, ro, ru, sa, sk, sl,sr, sv, ta, te, tk, tr, uk und zh. Siehe Codeliste der Sprachen .
--mode=NAME[,NAME...]
Setzt einen Modus für die Verarbeitung. Kann im Layout mit sd:mode() abgefragt werden. Mehrere Modi werden durch Komma getrennt angegeben. Siehe fortgeschrittenethemen-steuerunglayout .
--option=OPTION
Setze Optionen, die keine eigenen Kommandozeilenparameter haben.
--outputdir=VERZEICHNIS
Die resultierende PDF-Datei und Protokolldatei wird in das angegebene Verzeichnis kopiert. Das Verzeichnis wird erstellt, falls es noch nicht existiert.
--port=PORT
Portnummer für den Servermodus. Voreinstellung ist 5266.
--prepend-xml=NAME
Diese Datei vor der Layout-XML einfügen. Wird im neuen XPath-Parser nicht mehr unterstützt, stattdessen ist xinclude zu benutzen.
--pdfversion=VERSION
Setzt die PDF Version. Voreinstellung ist 1.7.
--quiet
Unterdrückt alle Ausgaben des Publishers.
--runs = NUM
Überschreibt die Anzahl der Durchläufe des Publishers.
--startpage = NUM
Die Seitennummer der ersten Seite.
--show-gridallocation
Markiert die belegten Rasterzellen in Gelb. Doppelt belegte Zellen werden rot gekennzeichnet. Siehe den Befehl <Trace> .
-s, --suppressinfo
Unterdrücke optionale Informationen (Zeitstempel) und benutze eine festgelegte Dokumenten-ID.
--systemfonts
Lädt zusätzlich Systemschriftarten. Funktioniert nicht unter Windows XP.
--tempdir
Benutze dieses Verzeichnis anstelle des Systemverzeichnisses für temporäre Dateien.
--timeout=SEC
Beendet den Lauf nach SEC Sekunden mit Statuscode 1, sofern er nicht vorher fertig ist.
--trace
Gibt zusätzliche Ausgaben auf der Standardausgabe aus.
-v, --var=value
Übergibt zusätzliche Variablen an den Publisher-Lauf. Diese können wie üblich mit select="$variable" benutzt werden. Beispiel: sp --var myvar=hello setzt $myvar auf hello.
--varsfile=NAME
Liest eine Datei ein, in der in jeder Zeile in der Form variable=wert Variablen definiert werden. Zeilen, die mit # anfangen, werden ignoriert.
--verbose
Gibt die Informationen, die in der Protokolldatei erscheinen, zusätzlich auf der Standardausgabe aus.
--wd=DIR
Wechselt in das angegebene Verzeichnis. Verhält sich genau so, als ob man vorher mit cd in dieses Verzeichnis gewechselt hat.
--xpath
Setze den XML- und XPath-Parser. Mögliche Werte sind luxor und lxpath. Die Voreinstellung ist der neue lxpath. Diese Variante ist robuster und hat erweiterte Fähigkeiten.
--xml
Die Ausgabe des Befehls list-fonts werden als (Pseudo-)XML dargestellt, um sie in das Layoutregelwerk zu übernehmen.