Version 5.6.0

Installationsanweisungen

Den speedata Publisher gibt es als fertiges Binärpaket für macOS, Windows und GNU/Linux. Er kann in zwei Varianten heruntergeladen werden: Standard und Professional. Die Professional-Variante bietet zusätzliche Features für die professionelle Druckausgabe.

Stable oder Development?

Auf der Download-Seite stehen jeweils zwei Versionslinien zur Auswahl:

  • Stable: Getestet und bewährt. Diese Version eignet sich für den produktiven Einsatz.
  • Development: Enthält immer die neuesten Features. Durch neue Funktionalität können vereinzelt Fehler auftreten, die erst einige Versionen später auffallen. Wer neue Features zeitnah nutzen möchte, greift zur Development-Version.

Die Download-Seite

Installation

Auf der Download-Seite die passende ZIP-Datei für das eigene Betriebssystem herunterladen und an einem beliebigen Ort entpacken. Administratorrechte sind dafür nicht notwendig.

Die entpackte Verzeichnisstruktur darf nicht verändert werden — der speedata Publisher erwartet das vorgegebene Dateilayout.

Für Windows gibt es zusätzlich Installationspakete (.exe), die den Suchpfad automatisch setzen. Damit ist sp.exe direkt in der Kommandozeile verfügbar.

Auf macOS und Linux muss das bin-Verzeichnis aus dem entpackten Archiv manuell zum PATH hinzugefügt werden, oder man ruft sp mit dem vollständigen Pfad auf.

Wer den Publisher selbst aus den Quellen kompilieren möchte, findet die Anleitung in BUILDING.md im GitHub-Repository.

System-eigene Java-JARs verwenden

Der Publisher liefert drei Java-Archive im lib-Verzeichnis mit:

DateiVerwendung
saxon-he-‹version›.jarXSLT-Prozessor, wird von runtime.run_saxon() für die XSLT-Vorverarbeitung genutzt
xmlresolver-‹version›.jar + xmlresolver-‹version›-data.jarKatalog-Resolver, wird zusammen mit Saxon geladen
jing.jarRELAX-NG-Validator, wird von runtime.validate_relaxng() genutzt

Für die meisten Anwender funktionieren die mitgelieferten JARs ohne weitere Einstellungen.

Dieser Abschnitt ist vor allem für Maintainer von Betriebssystem-Paketen (FreeBSD, NixOS, …) relevant, deren Distributionsrichtlinien das Linken auf systemweite JARs verlangen statt eines privaten Mitlieferns.

Die Konfigurationsoption jardir

Die Option jardir zeigt auf ein Verzeichnis, in dem die JARs flach (ohne lib/-Unterverzeichnis) abgelegt sind. Der Publisher sucht dann:

  • ‹jardir›/jing.jar
  • ‹jardir›/saxon-he-*.jar (beliebige Version, die zum Glob passt)
  • ‹jardir›/xmlresolver-*.jar

Die Saxon-JAR wird per Glob gematcht, nicht über einen exakten Dateinamen, daher muss die System-Version nicht mit der mitgelieferten Version übereinstimmen. Kompatibilität innerhalb der Saxon-12.x-Reihe ist zu erwarten; eine andere Major-Version kann je nach API-Änderungen funktionieren oder nicht.

jardir setzen

Die Option lässt sich an drei Stellen setzen:

  1. Pro Aufruf auf der Kommandozeile: sp --option jardir=/usr/local/share/java/classes

  2. Projektlokal: in publisher.cfg im aktuellen Arbeitsverzeichnis.

  3. Systemweit: in /etc/speedata/publisher.cfg:

    [DEFAULT]
    jardir = /usr/local/share/java/classes
    

Die systemweite Variante ist das, was ein Port- bzw. Paket-Maintainer typischerweise installiert.

Beispiel: FreeBSD

Der Port textproc/saxon-he installiert:

/usr/local/share/java/classes/saxon-he-12.8.jar
/usr/local/share/java/classes/xmlresolver-5.3.3.jar
/usr/local/share/java/classes/xmlresolver-5.3.3-data.jar

und textproc/jing legt jing.jar ins gleiche Verzeichnis. Mit jardir = /usr/local/share/java/classes werden also Saxon, xmlresolver und jing gleichermaßen aus den Systempaketen bezogen.