Version 5.7.10

Starten des Publishers auf der Kommandozeile

Der speedata Publisher wird über die Kommandozeile (auch: Terminal, Befehlsfenster) gestartet. Einerseits gibt es Befehle, anderseits lassen sich die Befehle über Parameter steuern.

$ sp <Befehl>  <Parameter> <Parameter> ...
Unter Windows/PowerShell muss man sp.exe angeben, da sp ein interner Befehl der PowerShell ist.

Der Standardbefehl ist run. So ist der Aufruf von

$ sp

dasselbe wie

$ sp run

Neben dem Befehl run gibt es noch weitere Befehle (s.u.).

Mit

$ sp --help

kann man sich eine Liste der erlaubten Befehle und Parameter ausgeben lassen.

Erklärung der Befehle

clean
Löscht alle generierten Zwischendateien und behält die PDF-Datei.
clearcache
Löscht den Bildcache.
checkupdate
Prüft, ob eine neue Version des Publishers verfügbar ist. Rückgabecode ist 0, wenn die Version aktuell ist. 1, wenn eine neue Version verfügbar ist.
compare
Vergleicht PDF-Dateien für die Qualitätssicherung. Siehe Qualitätssicherung.
doc
Zeigt das Handbuch im Browser an. Liegt der Installation das Handbuch bei (Verzeichnis share/doc), wird es über einen lokalen Webserver ausgeliefert; die Adresse erscheint auch auf der Konsole, der Server läuft bis Strg-C. Geöffnet wird die deutsche oder die englische Ausgabe, je nach Spracheinstellung des Systems (Umgebungsvariablen LC_ALL, LC_MESSAGES, LANG). Mit --no-autoopen wird der Browser nicht geöffnet. Ohne lokales Handbuch öffnet der Befehl die Online-Dokumentation auf https://doc.speedata.de, ebenfalls in der passenden Sprache.
list-fonts
Listet alle Schriftdateien auf, die in den Publisher-Verzeichnissen gefunden werden. Zusammen mit --xml erlaubt dieses Kommando die Ausgabe per Copy&Paste in das Layoutregelwerk zu übernehmen. Siehe Schriften verwenden.
new [VERZEICHNIS]
Erstellt ein einfaches Gerüst (layout.xml und data.xml) für einen Publishing-Lauf im aktuellen Verzeichnis, sofern kein anderes angegeben ist.
run
Startet den Publisher Lauf. Das ist die Voreinstellung, so dass das Kommando sp reicht, um den Publikationsprozess zu starten.
server
Startet im Servermodus. Siehe den Abschnitt Servermodus.
watch
Startet den internen Hotfolder. Siehe Publisher über Hotfolder starten.

Erklärung der Kommandozeilenparameter

Die meisten Parameter entsprechen einem Schlüssel in der Konfigurationsdatei und sind auf der Seite Konfiguration beschrieben. Die folgende Tabelle ordnet die Parameter den Schlüsseln zu; Angaben auf der Kommandozeile haben Vorrang vor der Konfigurationsdatei.

ParameterKonfigurationsschlüssel
--address=IPADRESSEaddress (Abschnitt server)
--autoopenautoopen
--cache=METHODEcache
--data=NAMEdata
--dummydummy
-x, --extra-dir=DIRextra-dir
--extra-xml=NAMEextraxml
--filter=FILTERfilter
--grid, --no-gridgrid
--ignore-caseignore-case
--imagecache=PFADimagecache
--inkscape=PFADinkscape
--jobname=NAMEjobname
--layout=NAMElayout
--[no]-localaddlocalpath
--logfile=NAMElogfile (Abschnitt server)
--loglevel=LVLloglevel
--mode=NAME[,NAME…]mode
--pdfversion=VERSIONpdfversion
--port=PORTport (Abschnitt server)
--runs=NUMruns
--startpage=NUMstartpage
--systemfontssystemfonts
--tempdir=DIRtempdir
--timeout=SEKtimeout
-v, --var=VAR=WERTvars
--verboseverbose
--wd=DIRwd
--xpath=PARSERxpath

Die folgenden Parameter gibt es nur auf der Kommandozeile:

-c, --config=NAME
Liest die angegebene Konfigurationsdatei ein. Voreinstellung ist publisher.cfg.
--credits
Zeigt credits an und beendet das Programm.
--[no]-cutmarks
Zeigt die Schnittmarken an. Einstellbar im Layout (Befehl Options).
--generate-completion=SHELL
Gibt ein Shell-Vervollständigungs-Skript (bash, zsh oder fish) auf der Standardausgabe aus und beendet das Programm. Siehe Abschnitt Shell-Vervollständigung weiter unten.
--mainlanguage=NAME
Bestimmt die Hauptsprache des Dokuments für die Silbentrennung. Mögliche Werte sind: af, as, bg, ca, cs, cy, da, de, el, en, en_GB, en_US, eo, es, et, eu, fi, fr,ga, gl, gu, hi, hr, hu, hy, ia, id, is, it,ku, kn, la, lo, lt, ml, lv, ml, mn, mr, nb, nl, nn, or, pa, pl, pt, ro, ru, sa, sk, sl,sr, sv, ta, te, tk, tr, uk und zh. Siehe Codeliste der Sprachen.
--option=OPTION
Setze Optionen, die keine eigenen Kommandozeilenparameter haben.
--outputdir=VERZEICHNIS
Die resultierende PDF-Datei und Protokolldatei wird in das angegebene Verzeichnis kopiert. Das Verzeichnis wird erstellt, falls es noch nicht existiert.
--progress
Zeigt Fortschrittsinformationen auf der Standardausgabe an. Während des Publishing-Laufs werden die aktuelle Seitenzahl und die verstrichene Zeit angezeigt. Wurde der Publisher zuvor bereits ausgeführt, werden auch die erwartete Gesamtseitenzahl (aus dem vorherigen Lauf) und die vorherige Laufzeit angezeigt. Diese Option deaktiviert --verbose.
--quiet
Unterdrückt alle Ausgaben des Publishers.
--show-gridallocation
Markiert die belegten Rasterzellen in Gelb. Doppelt belegte Zellen werden rot gekennzeichnet. Siehe den Befehl <Trace>.
-s, --suppressinfo
Unterdrücke optionale Informationen (Zeitstempel) und benutze eine festgelegte Dokumenten-ID.
--trace
Gibt zusätzliche Ausgaben auf der Standardausgabe aus.
--varsfile=NAME
Liest eine Datei ein, in der in jeder Zeile in der Form variable=wert Variablen definiert werden. Zeilen, die mit # anfangen, werden ignoriert. Siehe auch -v, --var.
--xml
Die Ausgabe des Befehls list-fonts werden als (Pseudo-)XML dargestellt, um sie in das Layoutregelwerk zu übernehmen.

Shell-Vervollständigung

sp kann Tab-Vervollständigungs-Skripte für bash, zsh und fish erzeugen. Das Skript wird auf die Standardausgabe geschrieben und in die von der Shell erwartete Datei umgeleitet.

Die Vervollständigung kennt alle Optionen und Befehle; für Optionen mit Parameter wird als Standardvorschlag eine Datei-Vervollständigung angeboten.

Bash

Pro Benutzer (das Paket bash-completion muss installiert sein):

$ sp --generate-completion=bash > ~/.local/share/bash-completion/completions/sp

Systemweit (z.B. aus einem Distributionspaket): /usr/share/bash-completion/completions/sp.

Zsh

Pro Benutzer, eine mögliche Einrichtung:

$ mkdir -p ~/.zsh/completions
$ sp --generate-completion=zsh > ~/.zsh/completions/_sp

Anschließend in ~/.zshrc vor dem Aufruf von compinit ergänzen:

fpath=(~/.zsh/completions $fpath)

Systemweite Ablageorte sind /usr/share/zsh/vendor-completions/_sp (Debian/Ubuntu) oder /usr/share/zsh/site-functions/_sp.

Fish

Fish lädt Vervollständigungen automatisch aus dem User-Konfigurationsverzeichnis:

$ sp --generate-completion=fish > ~/.config/fish/completions/sp.fish

Systemweiter Pfad: /usr/share/fish/vendor_completions.d/sp.fish.