Starten des Publishers über die Kommandozeile

Der speedata Publisher wird über die Kommandozeile (auch: Terminal, Befehlsfenster) gestartet. Einerseits gibt es Befehle, anderseits lassen sich die Befehle über Parameter steuern. Der Standardbefehl ist run. So ist der Aufruf von

$ sp

dasselbe wie

$ sp run

Neben dem Befehl run gibt es noch clean, clearcache, compare, doc, list-fonts, server und watch. Diese sind weiter unten beschrieben.

Mit

$ sp --help

kann man sich eine Liste der erlaubten Befehle und Parameter ausgeben lassen.

Erklärung der Kommandozeilenparameter

--autoopen

Öffnet die PDF-Datei nach dem Publisher-Durchlauf. Kann auch in der Konfigurationsdatei eingestellt werden.

--data=NAME

Gibt den Namen der XML-Daten an. Voreinstellung ist data.xml. Wird als Dateiname ein Strich (-) angegeben, liest der Publisher die XML-Daten aus der Standard-Eingabe (STDIN).

--cache=METHOD

Caching-Strategie für http(s) Bilddateien. Entweder fast, dann wird nur geschaut, ob die Bilddatei im Dateisystem vorhanden ist oder optimal (Voreinstellung), dann wird bei jedem Zugriff auf das Bild geprüft, ob das Bild aktualisiert werden muss. https-Requests werden derzeit mit der optimal-Strategie verwaltet.

--cutmarks

Zeigt die Schnittmarken an. Einstellbar im Layout (Befehl Options).

--dummy

Führt nur das Layoutregelwerk aus. Als Dateninhalt wird <data /> angenommen. Dient zum schnellen Testen von Layoutregelwerken.

-x, --extra-dir

Bindet zusätzliche Verzeichnisse in den Publisherlauf ein. In diesen Verzeichnissen werden alle Daten gesucht: Bilddaten, Layoutregelwerke, Datendateien und Schriftdateien. Dieses Argument kann mehrfach angegeben werden und per Konfigurationsdatei mit Werten vorbelegt werden. Mehrere Verzeichnisse können auch in einem Parameter und mit den systemweiten Trenner (Semikolon für Windows und Doppelpunkt für alle anderen Betriebssysteme) getrennt angegeben werden.

--extra-xml=NAME

Diese Datei den Layoutanweisungen hinzufügen. Ähnlich wie das Einbinden einer Datei über xinclude. Mehrere Dateien werden mit Komma separiert.

--filter=FILTER

Führt die angegebene Lua-Datei aus. Siehe Kapitel Lua-Filter / Datenvorverarbeitung.

--grid

Zeichnet das Raster. Mit --no-grid wird es ausgeschaltet. Konfigurierbar auch im Layout über den Befehl <Trace>.

--ignore-case

Ignoriere die Groß- und Kleinschreibung für Dateizugriff.

--inkscape=PATH

Set the path to the inkscape program.

--layout=NAME

Gibt den Namen des Layoutregelwerks an. Voreinstellung ist layout.xml.

--local

Das aktuelle Verzeichnis wird (nicht) rekursiv dem Suchpfad hinzugefügt. Voreingestellt ist, dass das aktuelle Verzeichnis und seine Unterverzeichnisse beachtet werden.

--jobname=NAME

Bestimmt den Ausgabenamen. Voreinstellung ist publisher.

--mainlanguage=NAME

Bestimmt die Hauptsprache des Dokuments für die Silbentrennung. Mögliche Werte sind: af, as, bg, ca, cs, cy, da, de, el, en, en_GB, en_US, eo, es, et, eu, fi, fr,ga, gl, gu, hi, hr, hu, hy, ia, id, is, it,ku, kn, la, lo, lt, ml, lv, ml, mn, mr, nb, nl, nn, or, pa, pl, pt, ro, ru, sa, sk, sl,sr, sv, ta, te, tk, tr, uk und zh. Siehe Codeliste der Sprachen.

--outputdir=VERZEICHNIS

Die resultierende PDF-Datei und Protokolldatei wird in das angegebene Verzeichnis kopiert. Das Verzeichnis wird erstellt, falls es noch nicht existiert.

--prepend-xml=NAME

Diese Datei vor der Layout-XML einfügen.

--profile

Erzeugt Profiling-Informationen für den internen Gebrauch.

--quiet

Unterdrückt alle Ausgaben des Publishers.

--runs = NUM

Überschreibt die Anzahl der Durchläufe des Publishers.

--startpage = NUM

Die Seitennummer der ersten Seite.

--show-gridallocation

Markiert die belegten Rasterzellen in Gelb. Doppelt belegte Zellen werden rot gekennzeichnet. Siehe den Befehl <Trace>.

--systemfonts

Lädt zusätzlich Systemschriftarten. Funktioniert nicht unter Windows XP.

--tempdir

Benutze dieses Verzeichnis anstelle des Systemverzeichnisses für temporäre Dateien.

--timeout=SEC

Beendet den Lauf nach SEC Sekunden mit Statuscode 1, sofern er nicht vorher fertig ist.

-v, --var=value

Übergibt zusätzliche Variablen an den Publisher-Lauf. Diese können wie üblich mit select="$variable" benutzt werden.

--varsfile=NAME

Liest eine Datei ein, in der in jeder Zeile in der Form variable=wert Variablen definiert werden.

--verbose

Gibt mehr Informationen aus, also notwendig.

--wd=DIR

Wechselt in das angegebene Verzeichnis. Verhält sich genau so, als ob man vorher mit cd in dieses Verzeichnis gewechselt hat.

--xml

Die Ausgabe des Befehls list-fonts werden als (Pseudo-)XML dargestellt, um sie in das Layoutregelwerk zu übernehmen.

Erklärung der Befehle

clean

Löscht alle generierten Zwischendateien und behält die PDF-Datei.

clearcache

Löscht den Bildcache.

doc

Öffnet das Referenzhandbuch im Browser (lokale HTML-Dateien).

list-fonts

Listet alle Schriftdateien auf, die in den Publisher-Verzeichnissen gefunden werden. Zusammen mit --xml erlaubt dieses Kommando die Ausgabe per Copy&Paste in das Layoutregelwerk zu übernehmen. Siehe Einbinden von Schriftarten.

run

Startet den Publisher Lauf. Das ist die Voreinstellung, so dass das Kommando sp reicht, um den Publikationsprozess zu starten.

server

Startet im Server-Modus. Siehe den Abschnitt Servermodus.

watch

Startet den internen Hotfolder. Siehe Starten des Publishers über den Hotfolder.